KÖRPER ALS WAFFE

 

Performensch – Festival

16. Oktober 2019 – 19. Oktober 2019

Was passiert, wenn Tanz und Realität zusammenstoßen?

Kann diese Frage aktuell auch so gestellt werden: Wenn beim jährlichen „Al-Quds-Marsch“ in Berlin skandiert wird, alle Juden ins Meer zu treiben, ist das dann eine Steigerung gegenüber der historischen Methode, sie zum Duschen zu schicken? Die Reaktion von (gleich zwei) Gegendemonstrationen ist eine Form des Widerstands der Zivilgesellschaft. Wie positionieren sich dann dazu Tänzer*innen als politische Körper?

 

KÖRPER ALS WAFFE nennen wir unser Performensch Festival. Performensch heißt von, mit und für Menschen.

 

Vor fast vierzig Jahren wurde in Gdansk die Lenin-Werft besetzt, die vielen Körper der Arbeiter*innen waren Schild (also Defennsiv-Waffe) gegen das Schwert der Partei. Aus ihren Bewegungen wurde eine Bewegung, eine Massenbewegung. Es ist die Solidarność, die zuerst ein kommunistisches Regime in die Knie gezwungen hat. Was davon geblieben ist, zeigt das Tanztheater mit Live-Musik Solidaritot (von bodytalk koproduziert mit dem Polnischen Tanztheater Polski Teatr Tanca aus Poznan), das unser kleines Festival eröffnet.

 

In Bombe spricht (koproduziert mit Partner*innen in Deutschland und Israel) geht es um einen Körper, den von Arie Katzenstein. Beim ersten Anschlag auf ein Flugzeug in Deutschland, der 1970 scheiterte, warf er sich auf eine Handgranate und nahm ihr so einen Großteil der Sprengkraft, rettete damit aber vielen anderen Passagieren das Leben: Ist Arie Katzenstein ein positiver suicide bomber? Was passiert, wenn die Bombe sich weigert, gemäß ihrer Bestimmung zu funktionieren, sich also weigert zu explodieren.

Das Stück wird im Sommer in Israel und Deutschland mit Tänzer*innen aus Deutschland und Israel produziert. So sind z.B. vier Tänzer des orthoxen Tanzensembles Between Heaven and Earth aus Jerusalem dabei.

 

Die Thematik „total brutal“ erweiternd bietet das Festival einen für Laien, Amateure und Profis offenen Workshop an: Die mit Nir de Volff tanzen.

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solidaritot - Mi 16.10.19 19:00 Uhr

Besetzung  Künstlerische Leitung: Yoshiko Waki, Rolf Baumgart | Tänzer*in/Performer*in: Adrian Radwański, Dominik Kupka, Jerzy Kaźmierczak, Emily Wong, Julia Hałka, Kacper Bożek, Katarzyna Kulmińska, Katarzyna Rzetelska, Michał Przybyła, Paulina Jaksim, Paweł Malicki, Sandra Szatan, Zbigniew Kocięba | Lichtdesign: Klaus Dilger | Musiker: Damian Pielka | Musiker und Produktion: Max Körner - Gefördert durch: das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, das Kulturamt der Stadt Münster und iDAS NRW

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Die mit Nir de Volff tanzen - Sa 19.10.19 18:00 Uhr

Beschreibung  Unter Einbezug der USE-ABUSE Methode von Nir de Volff erproben die am Workshop Teilnehmenden körperlich/performativ, was es bedeuten kann (s)einen Körper als Waffe einzusetzen – TOTAL BRUTAL. Hiermit soll Interessierten ein Raum gegeben werden, um individuelle Erfahrungen in Bezug auf die ästhetische Programmatik und die Produktionen des Festival im Austausch miteinander reflektieren zu können. Offen für Laien, Amateure, Profis. - Besetzung  Künstlerische Leitung: Nir de Volff Weitere Infos (und ggf. Reservierungen)  Anmeldung: office@bodytalkonline.eu Ticketpreis  Kostenfreier Workshop für Ticket-Inhaber*innen der Abendvorstellung BOMBE SPRICHT

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BOMBE SPRICHT - Sa 19.10.19 20:30 Uhr

Besetzung  Künstlerische Leitung: Yoshiko Waki, Rolf Baumgart, Angelika Fink, Ronen Izhaki | Tänzer*in/Performer*in: Charlotte Goesaert, Eyal Ogen, Kornelia Maria Lech, Yuval Azoulay, Ziv Frenkel, Chanania Schwarz | Video, Musik: Lukas Zerbst | Ausstattung, Produktion: Lara Hohmann | Lichtdesign: Lennart Aufenvenne | Produktionsassistenz: Momoko Baumgart - Förderer: Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW, Kunststiftung NRW, Kulturamt der Stadt Münster, Generalkonsulat des Staates Israel in München, Israelisches Ministerium für Kultur und Sport, Stadt Jerusalem, Israel Payis Council - Koproduziert von bodytalk Tanztheater, Kaet Dance Ensemble, Theater im Pumpenhaus, Machol Shalem Dance House, asphalt festival, Jerusalem International Dance Week

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